Das Thema Wasserstoff gewinnt immer mehr an Bedeutung. Nicht zuletzt bewirken die aktuellen Fördermaßnahmen in Verbindung mit einem Ausbau alternativer Energien, dass das Thema bei immer mehr Firmen auf die Unternehmensagenda rückt.

Bei den Fragestellungen der Firmen geht es zum einen um Trends, Zukunftskonzepte oder auch um individuelle und spezifische Produktlösungen. Bei derartigen Fragestellungen sind die Unternehmen jedoch oftmals auch auf externe Unterstützung angewiesen.

So verzeichnen auch wir ein zunehmendes Interesse von Unternehmen aus dem industriellen Umfeld, sich mit Wasserstoff auseinanderzusetzen. Es ist festzustellen, dass den Unternehmen in vielen Fällen zwar schon einige generelle Informationen über Wasserstoff vorliegen, jedoch des Öfteren ein genaues Konzept fehlt.

enders arbeitet mit dem Düsseldorfer Marktforschungs- und Beratungsunternehmen DTO – B2B Research & Strategies zusammen. In dieser Synergie können entscheidende Punkte wie ökonomische Betrachtungen und allgemeines Marktpotenzial zusätzlich miteingebracht werden. Daneben ist die Prüfung technischer Möglichkeiten und Voraussetzungen entscheidend, um mit dem Projekt wirklich vollumfänglich Erfolg haben zu können.

Der vorliegende Fachartikel soll nicht nur einen Praxiseinblick liefern, er soll auch detailliert beschreiben, wie auf Basis aktueller Marktentwicklungen und Marktforschung, ein technisches Produkt entwickelt und gelauncht werden kann

Intelligentes Thermomanagementsystem für Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen

Die Firma Ymer Technology startete mit ihrem Entwicklungspartner enders GmbH die Entwicklung eines intelligenten Thermomanagementsystem (TMS) für batterieelektrisch getriebene und hybride Fahrzeuge. Dabei lag das Augenmerk auf den Bereichen Nutzfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen.

Ziel der Entwicklung waren vor allem die Effizienzsteigerung des Gesamtsystems sowie eine adaptive Regelung. Zu diesem Zweck wurde ein auf Komponentenbasis standardisiertes System entwickelt, um kunden- und fahrzeugspezifische Entwicklungskosten zu senken und einen schnelleren Aufbau zu ermöglichen. Dadurch kann auch eine Erhöhung der Batterielebensdauer erreicht werden. Im Zuge des Projekts wurden modulare, kundenspezifische Prototypen entwickelt, aufgebaut und getestet. Inzwischen sind die ersten Serien-TMS bei Ymer Technology erhältlich.

Das Temperaturmanagementsystem

Im TMS werden sämtliche Heiz-Kühl-Kreise des Fahrzeuges durch u. a. Nutzung von Abwärme der Haupt- und Nebenaggregate so geregelt, dass die jeweiligen Bauteile auf ihrem idealen Temperaturniveau gehalten werden können. Des Weiteren stellt das TMS der Fahrerkabine nötige Medien (Kältemittel und Warmwasser) zur Verfügung und regelt diese. Zur weiteren Effizienzsteigerung sind Hauptkomponenten des TMS, wie Heizer und Kühler, zur Vermeidung von Wandlungsverlusten direkt an das Hochvoltsystem der Batterie gekoppelt.

Weiterentwicklung Brennstoffzellenfahrzeug

In Q3 2020 starten Ymer Technology und enders mit der Weiterentwicklung des TMS als Variante für Brennstoffzellenfahrzeuge. Ziel ist es, in Q2 2021 ein Prototypenderivat in einem Serienfahrzeug zu testen und die intelligente Steuerung zu parametrisieren.

Wasserstoff ist teuer – Effizienz ist ein Key-Faktor

Durch den relativ niedrigen Wirkungsgrad der Brennstoffzelle wird ein entsprechend höheres nutzbares Maß an Abwärme freigesetzt, was den Einsatz eines TMS noch rentabler machen kann. Denkbar ist eine Erweiterung des TMS um beispielsweise eine Wärmepumpe. Diese Abwärme kann nicht nur zum Halten eines Temperaturniveaus genutzt werden, sondern ebenfalls zum Heben und Senken von Temperaturniveaus bspw. in der Fahrerkabine.

Effizienz durch Intelligenz

Kernpunkt der Weiterentwicklung des TMS soll die Erweiterung des intelligenten Steuer- und Regelsystems sein. Hierbei soll ein Prozess zur Ableitung wiederkehrender Lastzyklen entwickelt werden, der einsatzspezifische Fahrcharakteristika aufzeichnet und auswertet. Diese Daten sollen im intelligenten Steuer- und Regelsystem des TMS genutzt werden, um die Temperierung im Gesamtfahrzeug vorausschauend im Lastzyklus zu regeln.

Über enders

Sie verfolgen das Ziel sich mit innovativen Produkten und Technologien langfristig und erfolgreich am Markt zu positionieren?

Die Umsetzung Ihrer spezifischen Anforderungen erfordern besondere Betreuung und hochtechnologisches Know-how!

enders ist Ihr Partner für die sichere externe Umsetzung strategischer Entwicklungsprojekte. Als langjähriger Spezialist begleiten wir unsere Kunden bei der Produkt- und Prozessentwicklung, dem Prototypenbau bis hin zum serienreifen Produkt. Seit jeher treibt uns eine Leidenschaft an: Mit interdisziplinärem Fachwissen und Kreativität, Herausforderungen anzunehmen und aus Ideen Großes zu schaffen.

Über DTO – B2B Research & Strategies

Bauen Sie mit gezielten B2B-Marktanalysen und Marktforschung das entscheidende Fundament, auf dem Ihr Unternehmen auch in Zukunft stehen wird. Vertrauen Sie hierbei einem der führenden deutschen Institute für Industriemarktforschung.

Nur wer tief in Ihre Branche eintaucht, kann Ihnen die entscheidenden Ergebnisse liefern, mit denen Sie eine erfolgreiche und nachhaltige Strategie entwickeln können. DTO – B2B Research & Strategies ist mehr als ein reines Marktforschungsinstitut: Nach einer erfolgreichen Marktanalyse erarbeiten wir mit Ihnen eine optimale Marktstrategie, die Ihre Agilität sichert und Ihnen hilft, sich auch plötzlichen Veränderungen dynamisch anzupassen. DTO agiert weltweit und besitzt Standorte in Düsseldorf und Singapur.

www.dto-research.com

 

Über Ymer

Ymer Technology ist ein privat geführtes Unternehmen, das von seinen Gründern und einem erfahrenem Management-Team geleitet wird. Der Firmensitz befindet sich in Stockholm, Schweden. Das Unternehmen hat im Jahr 2019 einen Umsatz von ca. 99 Mio. Euro erzielt und wächst seit seiner Gründung im Jahr 2005 kontinuierlich.

Ymer entwickelt und fertigt Kühlsysteme für Windkraftanlagen sowie für Bau-, Land- und Sondermaschinen. Seit Anfang 2018 beschäftigt sich Ymer intensiv mit Thermo-Management-Systemen sowohl für batterieelektrische als auch hybride Arbeitsmaschinen. Damit zeigt Ymer einmal mehr seine Innovationskraft und seinen Fokus auf langfristige Kundenbeziehungen und nachhaltige unternehmerische Entscheidungen.

Ymer ist global präsent mit Werken in Ljungby und Valdemarsvik (Schweden), Tianjin (China) und Houston (USA) sowie Entwicklungs- und Vertriebsstandorten in Deutschland, Schweden, Frankreich, USA und China.

www.ymer.com

Die Plattform Digital Production & Engineering nimmt sich der Themenfelder Informations- und Kommunikationstechnologie, eingebettete Systeme, Maschinen- und Anlagenbau sowie Entwicklungs- und Produktionsprozessen an und vernetzt Akteur:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie. Ziel ist es, die Nutzbarmachung digitaler Technologien in Produktion und Technologie voranzutreiben und gemeinsame Synergien zu erzeugen. Es sollen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte angestoßen werden, insbesondere durch die Initiierung und Förderung von Verbundprojekten.

„Der Transfer aus Wirtschaft und Wissenschaft wird immer wichtiger, wenn es um die Innovationskraft der bayerischen Wirtschaft geht. Mit der Plattform haben wir ein schlagkräftiges Tool, mit dem wir neue Wege im Bereich digitale Produktion und technische Entwicklungen beschreiten und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interdisziplinär miteinander vernetzen“, erklärt Tina Johnscher, Leiterin der bei Bayern Innovativ angesiedelten ZD.B-Themenplattform Digital Production & Engineering.

„Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Bayern sind ein Hort der Innovation. In ihrer Forschung liegen elementare Impulse für die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft. Diese Impulse können aber nur ihre volle Wirkungskraft entfalten, wenn der Dialog zwischen Wirtschaft und Forschung weiter vorangetrieben und intensiviert wird“, erklärt Rohrmair, akademischer Sprecher der Themenplattform Digital Production & Engineering. Und der wirtschaftliche Sprecher der Plattform, Florian Ganz, fügt hinzu: „Die Digitalisierung hält große Herausforderungen für uns bereit. Ich bin überzeugt, dass wir diese nur bewältigen können, wenn wir alle zusammenarbeiten und uns keine Grenzen setzen.“

Pressemitteilung
Augsburg, den 10.05.2022

Bildnachweis:
Herr Matthias Leo, Hochschule Augsburg
Textnachweis: Herr Tobias Kolb, Hochschule Augsburg

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